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GRÜSS GOTT BEI FAMILIE LIESCH IN BERG (Anschrift siehe Liesch Stahlbau)




Die Zukunft des Volkes hängt nicht von der Zahl der Kraftwagen ab, sondern von der Zahl der Kinderwagen.
(Ausspruch des Kölner Kardinals Josef Frings aus den 60er Jahren)

Name Alter Schule/Beruf Hobby/Freizeit
Jacintha Philomena
(Sel. Jacintha von Fatima) 
7 Jahre 2.Klasse KPE-Pfadfinderin,
Singen,Tanzen, Malen..
SV Lippach: Turnen
Dominik Franziskus
(Hl.Dominik Savio) 
10 Jahre 5.Klasse ab Sept.2011 KPE Pfadfinder und Fußball
Ringen (AC-Röhlingen) 1,Sieger/Ebersbach
D-Jugendturnier 16.10.2011
Maria Teresa
(Sel. Mutter Teresa)
11 Jahre Realschule 6.Kl. ab Sept.11 KPE-Pfadfinderin
Lesen, Gitarre lernen
SV Lippach: Turnen 
Magdalena Therese
(Hl. Maria Magdalena) 
12 1/2 Jahre Realschule 8.Kl. ab Sept.11

KPE-Pfadfinderin+Bücher lesen. Gitarre spielen
SV Lippach: Turnen.

Marijan Maximillian
(Hl.Maximilian Kolbe) 
15 Jahre Realschule    10.Kl. ab Sept.11 KPE-Pfadfinder, Fußball-SV Lauchheim
David Johannes
(Hl. Johannes Vianey 
Pfarrer von Ars) 
16 1/2 Jahre Metallbauer (Fachrichtung
Konstruktion)2.Ausbild.Jahr 

KPE-Pfadfinder, Fußball- SVLippach,Trompete bei Röttinger Blasmusik

Mirjam Franziska
(Hl. Maria - Königin des
Himmels u. der Erde) 
Ü 18  Bauzeichnerin (Azubi)
???
Jens
(Hl. Johannes Bosco
(Jugendapostel v.Turin) 
Ü 18 Metallbaumstr.SFM

???
 
Tino
(Hl. Martin von Turs)
 
Ü 18 Metallbaumstr.SFM


Fußball SV Lauchheim 1.Mannschaft

Waltraud
(Hl.Waltraud)
Ü 20 ALLROUNDERIN
Hotelfachfrau
Hausfrau+Mama von 9 Kindern
Buchführung
Schülerbeförderung 
Röm. kath.Kirche
Frauenturnen
Bergwandern
Fußwallfahrten
Liebl.Zeitung:
Schweiz.Sonntagsblatt
Fernsehen: KTV 
Alfons Georg
(Hl. Alfons v. Liguri
Rechtsanwalt u.Priester)
(Württ.Juniorenmeister und Bundesligaringer 1970/71)
LOORBEERBLATT IN GOLD
STADT AALEN 24.11.1972
60 Plus ALLROUNDER
Metallbaumstr,/SFM
Geschäftsführer, Statik und Konstruktion
Röm.kath.Kirche
Leben der Heiligen
Bergwandern
Wallfahrten
Liebl.Zeitung:
Die Tagespost
Fernsehen: KTV
Franziska Liesch
(Hl. Franziska v. Rom)  
U 100    Mutter von 8 Kindern  Pflegeheim St.Josef     
 www.buehlerzell.de 
http://www.buehlerzell.de
Pflegeheim
 http://www.buehlerzell.de/index.php?id=47



Mädchen spielen Handball....
Buben spielen Fußball....
Männer ringen!
...........................siehe www.ringenindeutschland.de.........

.......www.ac-roehlingen.de


Alfons Liesch

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"Humanae vitae" und die "Königsteiner Erklärung"

Es verwundert nicht, dass die Natürliche Empfängnisregelung der Riesenstachel im Fleisch der Königsteiner Erklärung ist, entspricht sie doch dem Ideal von Humanae Vitae.
"Das Ideal leben, das schaffen nicht alle". Die 10 Gebote leben, schaffen wir auch nicht immer, aber wir müßen uns dennoch daran messen.
Wenn Bischöfe zulassen, dass sich das Gewissen nicht mehr an der Lehre der katholischen Kirche orientiert, sondern an der individuellen Beliebigkeit, braucht man sich nicht zu wundern, wenn das Kirchenvolk in den letzten vierzig Jahren das orientierungslose Schiff in großen Scharen verlasssen hat.
                                          
Dr.med. Walter Wehler Köln

Im März 2008 hat Christoph Kardinal Schönborn im Rahmen eines Gemeinschaftstages der Bischöfe Europas (Tagungsort: Heiliges Land - Abendmahlsaal) bei einer bemerkenswerten Predigt in Bezug auf "Humanae Vitae und die Königsteiner Erklärung" u.a. folgendes gesagt:

Aus Angst vor der Presse und dem Unverständnis unserer Gläubigen haben wir uns hinter den Türen verschlossen. Weil wir keinen Mut hatten, veröffentlichten wir in Österreich die "Maria Troster Erklärung", so wie in Deutschland die "Königsteiner Erklärung". Dies hat im Volk Gottes den Sinn für das Leben geschwächt und die Kirche entmutigt, sich für das Leben zu öffnen. Als dann die Welle der Abtreibung kam, war die Kirche geschwächt, da sie den Mut des Widerstandes nicht gelernt hatte...."


Familienpolitik, Wirtschaft und Demokratie Schnell von Frankreich lernen

DT vom 14.05.2009 

Dr. Alfred Häußler, 74172 Neckarsulm  Wirtschaftsfachleute prognostizieren, dass Frankreich in sieben Jahren Deutschland an Wirtschaftskraft überholen wird. Nicht mehr Deutschland, sondern Frankreich wird dann Europas größte und erfolgreichste Volkswirtschaft sein. Der Rekordweltmeister im Export hochentwickelter Industriegüter wird gegenüber Frankreich ins zweite Glied zurücktreten müssen.
Wie ist das möglich? So fragen nicht wenige Menschen. Hat doch Deutschland nach seiner vernichtenden Niederlage im Zweiten Weltkrieg und mit der Zerstörung seiner Industrieanlagen sich zum Wirtschaftswunderland entwickelt. Aus dem militärischen Verlierer des Zweiten Weltkrieges wurde Deutschland der wirtschaftliche Sieger dieses schrecklichen Krieges. Und nun sollte dies wirklich ein Ende nehmen? Das muss doch seine Gründe haben.Die Ursachen für den Niedergang der deutschen Volkswirtschaft sind erkennbar. Sie sind demografisch bedingt. Frankreich hat gegenüber Deutschland deutlich höhere Geburtenraten. Während Deutschland seit Jahren nur 1,3 Geburten pro Frau im gebärfähigen Alter aufzuweisen hat, kann Frankreich auf 2,0 Geburten pro Frau seit vielen Jahren hinweisen.Dieses gegenseitige Missverhältnis in der Zahl der Geburten muss auch seine Gründe haben. Und sie sind bekannt in der familienfreundlicheren Steuer- und Gesellschaftspolitik Frankreichs. In Frankreich zahlt ein Familienvater ab einer bestimmten Anzahl seiner Kinder überhaupt keine Steuern mehr. Familien mit mehreren Kindern erfahren in Frankreich jedwede erdenkliche Unterstützung. In Frankreich wird die Familie wirklich und ganz gezielt vom Staat gefördert und unterstützt. Jeder Familie ist es freigestellt, die eigenen Kinder von der Geburt an in den ersten drei Lebensjahren in der Familie durch die eigene Mutter betreuen zu lassen und nur in wenigen Fällen in einer Kinderkrippe unterzubringen. Die Betreuung eines Kleinkindes in der eigenen Familie wird vom Staat finanziell so unterstützt, dass kaum eine Familie ein Kind unter drei Jahren aus der Obhut seiner Mutter abgibt.Man weiß in Frankreich um den Wert der Betreuung eines Kleinkindes durch die eigene Mutter. Wenn eine Mutter eine Arbeit aufnehmen will, so werden ihr familienfreundliche Arbeitszeiten angeboten. Nach Zahlen eines internationalen Institutes für Statistik und Wirtschaftsstudien arbeiten in Frankreich nur wenige Mütter in Vollzeit. Spätestens beim zweiten Kind arbeiten sie dann nur noch in Teilzeit. Man hat auch festgestellt, dass es für die Mütter nicht so einfach ist, Familie und Beruf zu vereinbaren – wie es in Deutschland in politischen Reden als so einfach dargestellt wird. In der Realität ist dies eine Doppelbelastung für die jungen Frauen, worunter auch ihre Gesundheit leiden kann.Frankreich steckt finanzielle Mittel gezielt lieber direkt in die Familien statt in Kinderkrippen, weil man wie in Schweden weiß, dass Kinderkrippen mit wechselndem Personal nicht dem Wohle von Kleinkindern dienen, sondern bleibende seelische Schäden verursachen können. Darum zahlt Schweden seit Januar 2001 Eltern ein Betreuungsgeld von 300 Euro im Monat, wenn diese ihr Kind die ersten drei Lebensjahre in der Familie betreuen. Danach kann die Mutter in Teilzeit arbeiten, sie kann aber bei Krankheit eines Kindes bis zu 120 Tage im Jahr freigestellt werden. Nicht Kinderkrippen, sondern die Familien direkt werden in Frankreich wie in Schweden vom Staat gefördert.Unsere Familienministerin Ursula von der Leyen sollte sich bemühen, von Frankreich und von Schweden zu lernen und nicht Unsummen von Steuergeldern in Kinderkrippen zu investieren, wo man doch weiß, dass die ersten drei Lebensjahre eines Kindes die für sein ganzes Leben prägenden Jahre in seiner seelischen Gesundheit sind. Zur seelischen Gesundheit aber trägt die eigene Mutter eines Kindes nach den Erfahrungen aller Kinder- und Jugendpsychotherapeuten weit mehr bei als alle noch so gut ausgebildeten, im Stundentakt arbeitenden Betreuerinnen ohne persönlichen Bezug zu einem Kleinkind.


Papst Paul II. hat gesagt: "Die betende Familie bleibt zusammen. Die Ehen, die nur wegen dem Spektakel der Zeremonie in der Kirche geschlossen werden, werden genauso auseinander gehen, wie jene, die nicht in der Kirche geschlossen werden. Man sagt, bei Eheleuten, die regelmäßig in die Kirche gehen, liegt die Zahl der Scheidungen unter 50 Prozent. Wo die Familie aber nicht nur formell, sondern wahrhaftig zusammen betet, erreicht die Zahl der Scheidungen nicht einmal ein Prozent.

 

Prof. Dr. Klaus Berger

Aufbruch zu einer christlichen Kulturrevolution

 

Wie und warum eine Kultur zuende geht, "auf der Strecke bleibt", darüber wissen wir recht genau Bescheid, zufällig sogar aus dem Neuen Testament. Höchst eindrücklich und sinnlich beschreibt der Seher Johannes das Ende der römischen Leitkultur in Offenbarung 18: "Keine Lampe wird mehr brennen, kein Brautpaar wird mehr juchzen in dir? Da hob ein starker Engel einen Stein auf, schwer wie ein Mühlstein, und warf ihn ins Meer mit den Worten: So wird Babylon fallen, die große Stadt, und sie wird untergehen." So sieht vor fast 2 000 Jahren der Seher Johannes das Ende einer Zivilisation. Wie ein Mühlstein ins Wasser gerollt wird.

Der Seher Johannes sagt auch ganz einfach, was fehlt: Die Brautleute werden nicht mehr juchzen, es fehlt schlicht Lebensfreude und Vitalität. Wir erfahren durchaus, wo die Vitalität aufgebraucht wurde: Dieser römische Staat, sagt der Seher, ist verlebt, und zwar durch "Hurerei", wie er es nennt, also durch ein erotisches Verhältnis zum Geld, zu Luxus und zu seelenlosen Beziehungen. Inklusive Ausbeutung von Frauen. Der Seher schaut diese morbide, todgeweihte Zivilisation im Bild einer Prostituierten, weil er weiß, dass diese Gesellschaft wesentlich von der Ausbeutung von Frauen lebt, die alles tun müssen, damit mehr Geld hereinkommt: Kinder bekommen, Kinder erziehen, Geld verdienen, Gäste bewirten, Wäsche waschen, die Männer erfreuen. Achten wir darauf: Eine solche Gesellschaft lebt immer auf Kosten der Frauen. Sie sind die wahren Sklavinnen, verführt durch die Ideologie des Profits. Und wenn heute in einem Teil der Christenheit sexuell Verirrte jeder Art in Bischofsämter gewählt werden und also Zeichen für die Kirche sein sollen, so scheinen diese Lasterkataloge direkt aus der Apokalypse entlehnt.

Am positiven Gegenbild kann der Seher Johannes dann auch zeigen, was Ursache für das fehlende Juchzen ist: die fehlende Vision, der Mangel an gemeinsamer Zukunft. Er zeigt es am Bild des himmlischen Jerusalem. Das ist wie ein Radleuchter in der Vierung romanischer Dome. Ein großes Rad mit zwölf Tortürmen, eine große, herrliche Stadt, so groß wie die damals bekannte Welt, mit offenen Toren, erfüllt von Licht, ohne Feinde, mit Lebensbäumen und ausreichend Wasser in der Mitte. Eine menschenfreundliche, große Stadt. Ein Stadt, in der Gott mit den Menschen wohnt. Offen für alle Völker der Erde. Eine Stadt der Gerechtigkeit und des Friedens, in der Gottes Gebot gilt. Nicht irgendwelche frommen Sprüche, sondern das Bild dieser lichterfüllten großen Stadt steht uns vor Augen als Bild der Hoffnung. Es ist genau die Ordnung, die nicht einengt, sondern die wir jetzt schon spüren, wenn wir unseren Tag zum Beispiel durch die heilvolle Ordnung des Stundengebets gliedern lassen, ein Stück Gnadenordnung und Gemeinschaft mit den Engeln.

Gegenbild zum perversen Luxus, der in Apk 18 geschildert wird, ist vor allem Jesu Umgang mit Kindern und sind seine Worte gegen die Ehescheidung. Im Unterschied zu jeder anderen Religion stellt Jesus die Kinder ins Zentrum. Denn sie müssen alles von anderen erwarten, sie können bitten und danken und vor allem sich selig freuen. Wer weiß noch davon? - Dass Jesus die Ehescheidung nicht will, erfahren wir gleich fünfmal aus dem Neuen Testament. Kaum einer hat je gefragt, warum das so ist. Fast alle erklären, Jesus habe halt zu wenig von der modernen Ehe verstanden und man müsse solche Worte daher historisieren. Doch Jesus sieht sich selbst als Bräutigam des neuen Gottesvolkes. Er erneuert damit das alte Bild der Ehe zwischen Gott und seinem Volk. Doch wenn die Menschen und besonders die Kinder kein Anschauungsmaterial in der Ehe ihrer Eltern haben, können sie gar nicht verstehen und glauben, dass Gott seinem Volke treu sein wird. Rom ist wegen seiner Sünde gefallen. Wie ein Mühlstein.

Was ist Sünde? Die Alte Kirche sagt es immer wieder: Sünde entsteht aus Traurigkeit, aus dem bodenlosen Jammern. Es gibt eine Traurigkeit, die zur Umkehr führt, zum längst fälligen Umdenken. Und es gibt eine andere Traurigkeit, die depressiv und haltlos macht. Sie führt dazu, dass uns auch Gottes Gebote egal sind. - Was ist eigentlich Sünde? - Orientieren wir uns am Gleichnis vom unbarmherzigen Sklaven nach Mt 18: Dieser Sklave hatte die Vergebung, die er selbst empfangen hatte, nicht an seinen Mitsklaven weitergegeben. Verallgemeinert man das, lässt sich sagen: Sünde begehen wir immer dann, wenn wir das, was wir empfangen, nicht weitergeben. Das Leben, die Vergebung, die Freude. Wenn wir sie nicht weiterreichen, sondern in uns versickern lassen. Wie ein Spielverderber bei der "stillen Post", der das Signal, das er empfangen hat, nicht weitergibt. Deshalb ist es eine Kardinalsünde dieser Zeit, das Leben, das wir empfangen haben, nicht weiterzugeben. Die systematisch gewollte Kinderlosigkeit ist Sünde schlechthin. Denn hier versickert das Leben in uns selbst. Wir tun so, als gehöre es nur uns, wäre Privateigentum, über das wir verfügen können. Nein, unser Leben ist uns geschenkt, und es ist dazu da, weitergereicht zu werden an Kinder und Enkelkinder. Und nicht in uns zu versickern. Wer so das Leben in sich versanden lässt, bestraft sich selbst, da er sich Freude an Kindern und Enkeln systematisch selbst nimmt. Es ist wie eine Selbstbestrafung. - Sünde heißt: das Empfangene nicht weitergeben.

Und es gibt nicht nur die Freude des Beschenkten, sondern auch die Freude des Schenkers. Die Seligkeit des Gebers. Dafür gibt es ein schönes Jesuswort außerhalb der Evangelien: Nicht wer nimmt, sondern wer gibt, ist selig. Warum ist das so? Es ist die Freiheit des Schenkenden, die der Geber spürt, und es ist die Freude über die strahlenden Augen dessen, der beschenkt ist. Ein Stück Seligkeit, wenn wir, wenn ich die Ursache für strahlende Augen bin. - Wie kann man überhaupt wieder Geschmack an dieser Freude finden? Indem man selbst spürt, wie man befreit wird. Indem man selbst neu anfangen darf. Jede Beichte, auch wenn der Beichtvater nicht viel Zeit hat, ist ein frühlingshafter Neubeginn mitten im Leben. Die Kultur Roms ist gestorben. In dreißig Jahren ist Deutschland vermutlich ein muslimisches Land. Bis zu 75 Prozent der geborenen Kinder sind Moslems. Der Kirchenbesuch liegt bei zwei bis drei Prozent im Bundesdurchschnitt. Der Papst hat die Abtreibungspraxis und Familienpolitik der westlichen Nationen vor allem eine Kultur des Todes genannt. In diesem Sinne ist es nötig, zu einer Kulturrevolution aufzurufen. Man sollte das Notwendige mit diesem anspruchsvollen Wort benennen, um es nicht den Maoisten zu überlassen. Denn Christentum zeigt sich immer in Symbiosen mit Kulturen. Und als "Revolution" muss man diesen Vorgang bezeichnen, weil es sich um einen radikalen Einschnitt handeln müsste. Weder die Verfassung zum Beispiel der Bundesrepublik noch "Werte" noch Geld wird das erreichen, was dringend nötig ist. 

Selbst der hehrste Satz der Verfassung "Die Würde des Menschen ist unantastbar" reicht nie und nimmer, wenn keiner da ist, der für die Würde des Menschen auch einsteht. Der sie im Zweifelsfall rettet. Zum Beispiel konnte gegen den verbreiteten Grundsatz "Je schwächer, desto weniger Mensch" auch aller Verfassungspatriotismus nichts ausrichten. Im übrigen kennt die Bibel keine Menschenrechte, sondern nur Verpflichtungen vor Gott. Auch dieses ist eine Soll-Bruchstelle mit vielen CDU-Juristen. Denn sonst ist zum Beispiel der Widerstreit unauflösbar zwischen dem Menschenrecht der Mutter (auf Selbstbestimmung) und dem Menschenrecht des Kindes (auf Leben). Nein, wir gehören nicht uns selbst. Und daher ist uns gesagt (von Gott) was zu tun ist, und wir dürfen es nicht selbst per Mehrheitsbeschluss festsetzen oder ändern.

Der "Glaube" an Werte und das häufige Reden darüber helfen nicht, weil das Gute und Wahre, weil Gerechtigkeit und Tapferkeit niemanden begeistern und wecken können. Personen könnten überzeugen, nicht Werte. Daher hat der verstorbene Papst so viele Menschen selig- und heiliggesprochen wie keiner seiner Vorgänger, weil er der Überzeugung war, jede Kirchenprovinz brauche ihre Vorbilder. Werte sind - leider - auch nicht schön. Ihnen fehlt das Ästhetische. Es bedurfte schon eines Meeres von schwarz-rot-goldenen Fähnchen, um einen Hauch von Vaterlandsliebe in uns zu wecken. Doch ein abstrakter Wert schaffte das auch nicht; dazu gehörte schon eine Mannschaft. Nein, es werden nicht Werte sein, wie manche Parteien denken. Wir bieten nicht Werte an, sondern uns geht es um Personen und Gebote. Jesus und Paulus vermittelten nicht Werte, sondern sie lebten und litten für das Volk Gottes. Das Evangelium von Sündenvergebung und Auferstehung meint eine Geschichte dramatischer Begegnungen Gottes mit den Menschen - nicht aber Werte wie Sparsamkeit und Tapferkeit. Aus dem Glauben ergeben sich bestenfalls nicht Werte, sondern Lebens- und Überlebensregeln, also Gebote im Rahmen verbindlicher Gemeinschaft. Diese Gebote stehen zwischen Sünde und Verheißung. Wenn man daraus Werte ablöst, handelt man nach einem Steinbruchverfahren, und es kommen so genannte Säkularisate heraus, es bleiben dann übrig Personwürde, Menschenrechte, Friedensethik, Sozialethik - immerhin. Hier handelt es sich also günstigstenfalls um Auswirkungen oder Fernwirkungen des Christentums. 

Doch Werte haben nicht von sich aus die Kraft, sich durchzusetzen. Sie haben diese Kraft immer nur gehabt aus einem lebendigen Glauben an Jesus heraus, aus unverbrüchlicher Hoffnung und großer, dankbarer Liebe. Auch aus der Kraft, die daher rührt, dass das Christentum keine Philosophie ist, sondern dem Wesen nach Kirche, in der einer dem anderen das Wort der Vergebung zusagt und einer den anderen stützt. Aus dem Neuen Testament kommt eine radikale Anti-Weisheit, sie heißt Kreuzestheologie. Sie ist die gründlichste Abschaffung aller "staatstragenden Werte". Sie ist kein Weg, sich in der Welt beliebt zu machen, aber ein Weg zum Frieden.

Nun möchte man die Menschen mit viel Geld zum Kinderkriegen bewegen. Dagegen kann man radikal formulieren: Ihr Politiker, behaltet das Geld! Denn der Wunsch zum Kind ist doch nicht mit Zahlungen zu erreichen. Die kostspielige Illusion der Politiker besteht in der aberwitzigen Meinung, die Lust auf mehr Kinder, auf Ehe und Familie überhaupt ließe sich durch Geldversprechen erzeugen. So entsteht doch nur die Meinung: Wenn man soviel Geld dafür bekommt, dann muss es schon eine verflixt unangenehme Sache sein. Der Dienst am Geld, die Faszination durch das Geld, das war doch gerade die ganze tödliche Faszination, die zum Untergang Roms führte. Wie will man mit demselben Mittel, das doch zum Untergang führte, nämlich der Faszination durch das Geld, heilen? In dem erotischen Verhältnis zum Geld liegt doch der ganze Jammer unserer sterbenden Kultur. Denn Liebe zu Kindern und zur Familie ist nicht mit Geld zu kaufen, nicht durch finanzielle Bestechung zu erwirken. Gerade deshalb hat Jesus, der das Geld für ungerechten Mammon hält, sich den Kindern so zugewandt.

Jede Interessengruppe schreit nach Geld. Wenn die Menschen, die Kinder wollen, zuallererst um Geld schreien, werden sie mit Interessenverbänden verwechselbar. Aber hier geht es doch nicht um eine Lobby, sondern um das Ganze. Eben deshalb ist von Kulturrevolution die Rede, weil sie einen Mentalitätswandel voraussetzt, der zunächst einmal nicht primär finanzielle Interessen verfolgt. Selbstverständlich geht es auch um Gerechtigkeit. Eine Ordnung zu verteidigen, in der Kinder zu haben Zwangsarmut bedeutet, wäre ganz gewöhnlicher Zynismus. Davon haben wir genug.

Natürlich brauchen Familien finanzielle Unterstützung. Aber wir sollten nicht zuerst über Geld reden. Welches junge Ehepaare wäre durch ein paar Hunderter zu Kindern zu bewegen, wenn diese grundsätzlich nicht ins Lebenskonzept passen. Es sind nicht große Töne, sondern drei oder vier ganz schlichte Dinge, die zu dem notwendigen Wandel führen könnten.

Erstens eine neue Schlichtheit oder zweite Naivität. "Unser Leben wird immer künstlicher" (Ch.Meves) - schon im alten Rom musste es der ausgekochteste Luxus sein. Andererseits ist die Alternative nicht gleich Ernst Wiecherts Programm "Vom einfachen Leben". Gibt es einen Weg zurück zum Lebensmut in einer sterbenden Kultur? Vielleicht eine zweite, eine neue "Naivität". In der Geschichte des katholischen Glaubens in Deutschland haben wir Vergleichbares gegen Ende des 20. Jahrhunderts erlebt: 1955 meinten wir noch alle, Fronleichnam sei eine tolle Sache. Dann verloren wir die Naivität, betrachteten die Kirche und den Glauben vor allem als Objekt ständiger Reformen. Dann sahen wir die Stützpfeiler krachen, selbst der Episkopat schien mutlos. Aber dann erwachte das uralte Erbe wieder in uns, und mit einem Male sahen wir, was wir vierzig Jahre lang angerichtet hatten. Und plötzlich sehnten wir uns wieder danach, das Knie zu beugen, Jesus in der Hostie anzubeten. Zur Madonna zu pilgern. Priester begannen wieder, Priesterkleidung zu tragen. Die theologische Beseitigung des Priesterberufs im Zuge der Gremienherrschaft wurde rückgängig gemacht. Man erkannte neu, was es ist mit priesterlicher Vollmacht. Und als unser Volk in der demographischen Katastrophe war, entdeckte man: Hätte auch nur ein wichtiger Meinungsführer auf die Enzyklika Humanae Vitae und andere päpstliche Weisheiten gehört, unsere historische Situation sähe ganz anders aus. Übertragen auf andere neue "Naivitäten" heißt das: Freude an dem haben, was auch schon früher als normal galt, zum Beispiel an Kindern. Freude an den Jahreszeiten und Festen. Ein etwas bescheideneres Leben.

Ein zweiter Schritt heißt: Gefühl, Herz und Sehnsucht als wichtige Themen wiederentdecken und nicht dem Zufall überlassen. "Intelligenz kommt über das Gefühl" (Ch. Meves). Eine Gefühlskultur, in der Lieder und Gedichte, Sehnsucht und auch die Stimmung einer Sommernacht ihren selbstverständlichen Ort haben. Der Mut zu sagen, dass man Waldeinsamkeit liebt. Wenn man heute durch die Wälder geht, dauert es oft buchstäblich Tage, bis man einem Menschen begegnet. Im bischöflichen Waldgebiet Wohldenberg bei Hildesheim hatte vor 200 Jahren ein Prälat den Mut zu der damals wie heute "unkorrekten" Inschrift: solitudo sola beatitudo (Waldeinsamkeit ist wahre Seligkeit).

Ein dritter Schritt: Ersetzen der schlechten, anonymen Kopie durch das persönliche Original. Aus einiger Entfernung wird man vermutlich sagen: Wir haben in einem Kopier-Zeitalter gelebt. Nichts mehr ist einmalig und gerade hier und jetzt zu tun. Man kopiert Schafe und klont Menschen, das Studium besteht aus der Anfertigung zehntausender Kopien. Nicht die authentische Erfahrung, sondern die Kopierbarkeit zählt. Doch durch Kopien wird alles stets anonymer. Die Offenbarung des Johannes bringt es ans Licht. Das Böse besteht immer in der vom Original kaum oder nur unter der Mühsal des Martyriums zu unterscheidenden Differenz vom Original. Das heilsame Original und der tödliche Schein liegen immer nahe beieinander, Bekenntnis oder Correctness, Christusglaube oder Kaiseranbetung, Jugendbewegung oder Nazis, Achtung der Mutterschaft oder Rassenwahn. Der kleine, feine Unterschied ist der zwischen Wahrheit und Schein. Zwischen der Anonymität des Kopierens und der authentischen Weitergabe liegt die personale Verantwortung. Des gegenwärtigen Papstes Vorbehalte gegen anonyme Konferenzen gegenüber der persönlichen Verantwortung des einzelnen Zeugen sind hier begründet. Laut Bibel ist der Mensch "Bild Gottes" (imago), von der Kopie kaum zu unterscheiden. Oder etwa doch - durch Freiheit und Liebe? Lieber Kinder als Kopien.

Und als Viertes ist hinzuzufügen: Eine Revolution der Kultur wäre es, wenn man nicht mehr nur aus Muss und Soll und Pflichtgefühl, auf Druck und Angst hin handelt, sondern weil man fasziniert ist von der Schönheit der Ordnung. "Leben aus dem Glanz der Ordnung" ließe sich ein Verhalten nennen, das sich leiten lässt von der unbedingten Faszination der Schöpfung und des himmlischen Jerusalem, das wir erwarten.

Das letzte Gegenbild zur trostlosen Stadt von Offenbarung 18 liefert wiederum die Offenbarung selbst: Es ist die Gottesdienst feiernde Gemeinde. Die Liturgie ist die Gegenöffentlichkeit. Wenn Christen in der Welt mit ihren Überzeugungen bestehen wollen, brauchen sie Kraft und ein starkes Widerlager. Dass Liturgie schön ist, dass der Glaube in einem Fest gefeiert wird, dass der Gottesdienst mit der Herrlichkeit der Gnade zu tun hat, das gibt der Gegenöffentlichkeit ihre Stärke. Denn nirgends anders als im Gottesdienst wird der Anspruch eines Königs angemeldet, der nicht "gehen" wird, sondern der kommt. 




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